Standortstrategie im Einzelhandel: Datenbasierte Entscheidungen für nachhaltiges Wachstum

Wie muss Standortstrategie im Einzelhandel heute neu gedacht werden?

Wenn du 2026 ein erfolgreiches Einzelandelsgeschäft leiten möchtest, dann solltest du die deine Standortstrategie den sich rasant entwickelnden dynamiken anpassen. Genauer: Standortstrategie im Einzelhandel sollte als strategisches Marken- und Wachstumsinstrument verstanden und konzipiert werden. Dabei geht es nicht darum den Immobilienmarkt zu sondieren, sondern darum, gezielte Entscheidungen über die Zukunft deines Filialnetzes zu treffen. Wichtig: In einer hybriden Konsumlandschaft entscheidet nicht mehr nur maximale Frequenz, sondern die Relevanz eines Standorts für Zielgruppe, deine Markenidentität und die Customer Journey. Erfolgreiche Unternehmen kombinieren datenbasierte Analysen mit klarer Markenlogik, integrieren digitale und physische Touchpoints und nutzen Standorte gezielt zur Vertrauensbildung, Markenverdichtung und Erprobung neuer Formate. Wir als synchore sind überzeugt davon, dass eine Einzelhandelskette - egal welche Produktgruppe sie anbietet oder an welchen Kund*innen sie ihr Angebot adressiert - in Zukunft ohne die tiefgehende Analyse des Geschäfts und künftiger Standorte nicht überleben kann.
Wer Standortstrategien wiederum dynamisch und kontextorientiert einsetzt, sichert Differenzierung, nachhaltiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.

Wer Dynamiken erkennt und darauf reagiert wird stärker aus der heutige Krise hervorgehen. Der Rest wird abgehängt.

Der deutsche Einzelhandel befindet sich in einer Phase grundlegender Veränderung. Unter anderem drei zentrale Faktoren haben das Konsumverhalten laut synchore in den letzten Jahren nachhaltig verändert: Die COVID-19-Pandemie hat die E-Commerce-Adoption beschleunigt und Einkaufsroutinen dauerhaft verschoben. Die Integration künstlicher Intelligenz hat neue Möglichkeiten in der Kundenansprache und Datenanalyse eröffnet und gleichzeitig das Kaufverhalten radikal dezentriert. Alle drei Entwicklungen haben eins gemeinsam: Wer die Entwicklungen ignoriert und seine kurzfristige und langfristige Unternehmensentscheidungen nicht danach ausricht wird abgehängt und langfristig nicht mehr in der Lage sein die Differenz aufzuholen. Zu schnell sind heutige Entwicklungen und zu teuer ist der Konkurrenzkampf im heutigen Einzelhandel. Wie schafft ihr es immer wieder die richtigen Entscheidungen zu treffen, am Ball aktueller Entwicklungen zu bleiben und eure Standorte immer wieder an die wechselnden Dynamiken anzupassen? Durch eine flexible und resiliente Strategie und starke Partner wie synchore. Denn synchore hilft euch dabei, euer Geschäft zu verstehen, Schwächen zu erkennen und Stärken auszunutzen. 

Im heutigen Einzelhandel ist eine hybride Konsumlandschaft, in der digitale und physische Touchpoints zunehmend verschmelzen, entstanden.

Die meisten Einzelhandelsunternehmen haben ihre Geschäftsmodelle noch nicht an diese Entwicklungen angepasst. Synchore ist überzeugt: Für expandierende Scale-ups ergibt sich daraus ein Wettbewerbsvorteil: Wer die neuen technologischen Möglichkeiten nutzt, kann Standorte strategisch als Umsatztreiber und Instrument der Markenentwicklung einsetzen. Synchore hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Unternehmen dabei zu unterstützen und einen strategischen Vorteil zu verschaffen. Wir als synchore sind überzeugt dass wir durch folgendes Vorgehen unsere Kunden dabei unterstützen können in Zukunft resilient zu wachsen: Durch strategische Standortstrategie, datenbasierte Standortentscheidungen, und kontinuierliche Optimierung des Filialnetzes. Unsere Taktiken sind genau auf die individuellen Bedürfnisse unterschiedlicher Märkte abgestimmt und kommt vor allem dann zum tragen, wenn von grundauf das Geschäftsmodell betrachtet, optimiert und darauf basierend Entscheidungsgrundlagen geschaffen werden. Wir versprechen dass ihr eine solche flexible und resiliente Standortstrategie noch über Jahre nutzen werden können und immer wieder weiterentwickeln könnt. 

Problem: Veraltete Entscheidungsgrundlagen

Rein traditionelle Standortkriterien werden in Zukunft nicht mehr funktionieren. Es braucht ein sehr viel komplexeres Denken.

Klassische Standortentscheidungen basieren auf Mietpreisen, Laufkundschaft und Erfahrungswerten. Diese Faktoren sind relevantm, bilden die heutige Konsumrealität aber nicht mehr vollumfänglich ab. Marktdynamik, veränderte Mobilitätsmuster und das Zusammenspiel digitaler und physischer Kanäle erfordern andere Bewertungskriterien. Die Bewertung von Standorten wird dadurch immer komplexer. Beispielsweise können Einkaufszentren noch immer valide Standorte für ein wachstumsorientiertes Handelsunternehmen sein und sogar großen positiven Einfluss auf Markwahrnehmung und Umsatzzahlen haben, gleichzeitig sinkt die Attraktivität der Meisten Kaufhäuser gewaltig. Ob dein Geschäftsmodell also bedarf einer genauen Evaluierung deines Unternehmens, und des einzelnen Standorts. Dabei ist es nur geringfügig relevant, wie groß die Laufkundschaft alleine im Kaufhaus selbst ist. Viel mehr spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle, denn das Kundenverhalten ist sehr viel gezielte auf spezifische Bedürfnisse ausgerichtet. 

Die unklare Rolle der physischen Standorte überfordert viele Unternehmer*innen.

Die erste Herausforderung liegt in der unklaren Rolle des physischen Standorts. Dabei ist vor allem diese Entwicklung die Chance sich von der Konkurrenz klar abzuheben. Der stationäre Handel ist nicht mehr primär Transaktionsort. Seine Funktion hat sich verschoben, ohne dass viele Unternehmen diese Verschiebung strategisch nutzen. Was meinen wir damit: Ein Einzelhandelsgeschäft kann in vielen Fällen zum Testen neuer Produkte in einem anderen Umfeld oder als Marketing Objekt dienen um neue Kund*innengruppen zu erreichen. Um das zu erkennen und erfolgreich umzusetzen müsst ihr aber eure Standorte analysieren und datenbasierte Entscheidungen treffen. Bauchgefühl ähnelt zu sehr einem Glücksspiel.

Dazu kommt eine fehlende Datengrundlage. Entscheidungen werden weiterhin ohne systematische Analyse von Mobilitätsströmen, demografischen Entwicklungen und Konsumverhalten getroffen. Was bleibt, ist Intuition ohne Evidenz. Damit ist der Erfolg eures Unternehmens am Ende Glückssache. Wir als synchore möchten euch helfen das zu ändern. Lasst euch gerne von uns dazu beraten.

Die dritte große Herausforderung: Standorte werden nicht als Teil einer übergeordneten Markenstrategie verstanden, sondern als isolierte Vertriebsflächen. Die Markenkommunikation bleibt inkonsistent, weil der physische Raum nicht als strategisches Instrument begriffen wird. Synchore empfiehlt genau das Gegenteil: Jeder einzelne Standort eures Filialnetzes muss unbedingt eine Rolle in eurer Markenkommunikation sein. Es ist da wohl wertvollste Werbemittel. Nutzt es und wählt eure Standorte genau auf den Hintergrund einer Analyse aus, die eure Marketingstrategie mit einbezieht. 

Datengetriebene Standortstrategie ist die Lösung für unsichere Zeiten im Einzelhandel.

Synchore sieht einen Paradigmentwechsel in der Standortbewertung

Die zentrale Frage verändert sich. Früher ging es darum, wie viele Menschen einen Ort passieren. Heute geht es darum, welche Relevanz dieser Ort für die Zielgruppe hat und auch: welche Relevanz dieser Ort für die Zielgruppe haben wird. Dieser Wechsel von quantitativer zu qualitativer Bewertung erfordert die Analyse von Mobilitätsmustern, das Verständnis demografischer Entwicklungen, die Einbeziehung von Lebensstilindikatoren und die Berücksichtigung digitaler Kontaktpunkte. Ihr solltet auch verstehen welche Rolle die allgemeine Entwicklung am Standort hat. Welche Geschäfte haben sich in den letzten Jahren niedergelassen und von welchen Geschäftsclustern profitiert euer Unternehmen. All diese Faktoren erhöhen die Komplexität. Wenn sie aber richtig adressiert werden, wie durch unser strukturiertes Vorgehen bei synchore, dann kann diese Komplexität zum Vorteil im hart umkämpften Einzelhandel-Alltag werden. 

Der physische Standort als strategisches Instrument

Wie schon oben beschrieben: Moderne Standorte erfüllen mehrere Funktionen gleichzeitig. Sie dienen der Markenverdichtung: Der Standort ist der Punkt, an dem digitale Recherche, Markenwahrnehmung und persönliche Erfahrung zusammenlaufen. Er ist nicht Endpunkt der Customer Journey, sondern deren Verdichtungsmoment.

Gleichzeitig ermöglichen sie Vertrauensbildung. Physische Präsenz schafft Vertrauen, besonders bei erklärungsbedürftigen oder hochpreisigen Produkten. Der Standort ermöglicht den Übergang von digitaler Information zu persönlicher Beratung, was in der Branche als ROPO-Effekt bekannt ist: Research Online, Purchase Offline.

Zuletzt können neue Standorte als Testumgebung dienen. Sie werden zu Laboren für Formate, die auf neue Zielgruppen ausgerichtet sind, ohne dass das Gesamtkonzept gefährdet wird.

Praxisbeispiel: Repositionierung eines deutschen Juweliers

Standort als Markenpositionierung

“Wir haben gelernt, dass ein Standort nicht nur verkaufen muss – er muss eine Geschichte erzählen. Die datengestützte Standortstrategie hat uns ermöglicht, unsere Marke in neuen Kontexten zu inszenieren, ohne ihre Essenz zu verlieren. Jeder Standort ist heute ein bewusster Akt der Positionierung.”

Ausgangssituation und strategischer Konflikt

Ein traditionsreicher High-End-Juwelier stand vor zwei konkurrierenden Zielen: die exklusive Stammkundschaft bewahren und gleichzeitig jüngere, digital geprägte Käufergruppen gewinnen. Eine geografische Expansion nach klassischem Muster hätte das Markenprofil verwässert.

Der gewählte Ansatz

Die Lösung lag in einer differenzierten Standortstrategie. Flagship Stores in etablierten Luxuslagen bewahrten die Markenaura und bedienten die Stammklientel im klassischen Format. Parallel dazu entstanden Experience Hubs an wachstumsstarken Lifestyle-Standorten, die auf jüngere Zielgruppen ausgerichtet waren und digitale Vorinformationen in physische Beratung integrierten. Diese neuen Formate dienten zugleich als Testumgebung.

Die Standortwahl basierte auf der Analyse von Kaufkraftclustern, touristischen Saisonalitäten, Lebensstilindikatoren und Mobilitätsmustern. Das Ergebnis: Der erfolgreiche Standort ist nicht der frequentierteste, sondern derjenige, der den richtigen Kontext für die Marke bietet. Relevanz ersetzt Frequenz als primäres Bewertungskriterium.

Implementierung: Standortstrategie als iterativer Prozess

Grundprinzipien einer zeitgemäßen Standortstrategie

Erfolgreiche Standortstrategie ist dynamische Planung, keine punktuelle Entscheidung. Märkte entwickeln sich kontinuierlich, und die Standortstrategie muss sich mit ihnen weiterentwickeln. Das bedeutet auch, Zukunftsräume zu antizipieren statt nur auf Veränderungen zu reagieren.

Erfolgreiche Standortstrategie identifiziert entstehende Nachbarschaften, neue Mobilitätsrouten und veränderte soziale Treffpunkte, bevor sie etabliert sind. Sie berücksichtigt saisonale Schwankungen ebenso wie langfristige demografische Verschiebungen. Und sie integriert physische und digitale Touchpoints in ein konsistentes Gesamtbild, statt Kanäle isoliert zu betrachten.

Entscheidungsrahmen für die Praxis

Bei jeder Standortentscheidung sind drei Fragen zu klären. Erstens: Wie gut passt der Standort zur Markenidentität? Das ist die Frage nach Resonanz. Zweitens: Welchen Beitrag leistet der Standort zur Vertrauensbildung? Und drittens: Welche Bedeutung hat der Standort für die Zielgruppe? Das ist die Frage nach Relevanz.

Eine Standortentscheidung ist damit keine Immobilienfrage, sondern eine Frage der Markenarchitektur. Es geht nicht um Quadratmeter, sondern um strategische Positionierung.

Fazit: Qualität vor Quantität

Der Wert eines Standorts bemisst sich nicht an der Fläche, sondern am Beitrag zur Markenbindung. Expansion bedeutet nicht mehr Standorte, sondern die richtigen Standorte. Datenbasierte Analysen ergänzen dabei menschliche Intuition, ersetzen sie aber nicht. Der physische Raum gewinnt als Identitäts- und Begegnungsort an Bedeutung, gerade weil sich so viel ins Digitale verschiebt.

Für Scale-ups liegt darin ein Wettbewerbsvorteil. Unternehmen, die Standortstrategie als zentrale Steuerungsgröße für Wachstum, Markenführung und Kundenerlebnis verstehen, gestalten Marktverschiebungen aktiv, statt von ihnen getrieben zu werden. Die Zukunft der Standortstrategie ist nicht digital, sondern strategisch.

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Erfolgreiches Projektmanagement als Schlüssel zur Standortstrategie im Einzelhandel